Und sie hörte nicht auf, bis sie sich totgelacht hatte

Ein Kunst-Projekt von Maruša Sagadin

Überdimensionale, modellhafte Kostüme für Menschen, die die architektonischen Charaktere der Conrad-von-Hötzendorf-Straße zugleich überhöhen und persiflieren, nehmen eine subversive, lustvolle Protesthandlung vor. Sie sind wesentlicher Part dieses irritierenden karnevalesken Zuges durch die mehr als zwei Kilometer lange, repräsentative Straße. „In diesem Projekt wird die anthropomorphe Formenfindung der (zeitgenössischen) Architekturen aufgenommen und verstärkt dargestellt.” (Maruša Sagadin) Die performative Intervention beschäftigt sich aber auch mit städtebaulichen Aspekten, wie der Bespielung öffentlicher Flächen, genauso wie mit „Brandings“, die innerhalb dieser Arbeit zu neuen Setzungen führen. Die Inszenierung und Dramaturgie dieser Arbeit ist durchaus als eine kritische Fragestellung zu aktuellen und zukünftigen städtebaulichen Maßnahmen dieser Straße aber auch zur Eventisierung des öffentlichen Raums generell zu lesen. Die Parameter Zugänglichkeit und Handlungsfähigkeit prägen und bestimmen den öffentlichen Raum wesentlich mit und nur allzu oft scheint das Hauptaugenmerk auf Konsum und Entertainment zu liegen. In diesem Sinne steht das Zitat aus Irmtraud Morgners „Amanda“, einem feministischen Hexenroman: „Und sie hörte nicht auf, bis sie sich totgelacht hatte!“ für mehr als nur eine Situationsbeschreibung.








Fotos: Nikolaos Zachariadis

 

CREDITS:

Ein Kunstprojekt von Maruša Sagadin

Realisiert im Rahmen von COMRADE CONRADE. Demokratie und Frieden auf der Strasse
konzipiert und initiiert von Nicole Pruckermayr
Projektleitung und Organisation: Nicole Pruckermayr

In Kooperation mit dem Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark

Gefördert vom BKA.

Kontakt und Information:
Nicole Pruckermayr, comradeconrade[at]umlaeute.mur.at

Spezieller Dank an: Gabriele Edlbauer, Doris Jauk-Hinz, Majda Krivograd, Juliana Lindenhofer (Sound), Sylvia Münzer, Kurtis Gym – Das Original, Hannes Heel